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Jugendhilfe in der Schule

Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht wir? Changemaker sein!

VON: DIRK PETRAT

Schüler/-innen während der Kongresses in der Aula der IGS-NordendAktiv Probleme lösen und Zukunft gestalten: Während des Kongresses gab viele spannende Vorträge zu Themen, die die Jugendlichen bewegen.Caritasverband Frankfurt

Wirksam sein, die Welt nach den eigenen Vorstellungen mitgestalten und verändern - das möchte jeder junge Mensch von sich sagen können. Die Erfahrung, für sich und andere wirksam sein zu können, wird in Zukunft in einer Welt des Wandels noch wichtiger. Und doch gibt es wenige Orte, an denen das Anders-Denken und Selbst-Unternehmen ermutigt wird. 

Junge Menschen bestärken, sich aktiv einzubringen, von anderen lernen, Räume des Austauschs schaffen -  das waren zentrale Ziele eines Schüler/-innen Kongresses im Mai an der IGS Nordend mit insgesamt 100 Teilnehmer/-innen aus drei Schulen. Zu Gast waren Schüler/-innen der Evangelischen Schule Berlin Zentrum sowie der Montessori Schule Potsdam. Alle drei Schulen gehören zum internationalen Netzwerk der Ashoka Changemaker-Schools - Schulen die Kinder und Jugendliche dazu befähigen wollen, aktiv und kreativ Problem zu lösen und Zukunft zu gestalten.

Geplant und durchgeführt wurde der Kongress von Schüler/-innen der 8. bis 10. Jahrgänge, Lehrer/-innen, der Schulleitung sowie der Jugendhilfe IGS Nordend Caritasverband - Luisa Emmerich und Dirk Petrat.

Rassismus, Sexismus, Projektplanung, Müll in den Meeren, Cybermobbing, Bienensterben, Integration, Mitbestimmung in Schule waren nur einige von vielen Themen, aus denen die Teilnehmenden Workshops mit externen Referent/-innen aus dem gesamten Bundesgebiet aussuchen konnten. Gerahmt wurden die Kongresstage durch kurze Vorträge sogenannte Keynotes; u.a. waren hier der Reformpädagoge Otto Herz und der Berliner Rapper Graf Fidi zu hören.

Die Impulse des Kongresses sollen jetzt mit in den Schulalltag genommen werden, Projekte umgesetzt und der Kontakt zwischen den Schulen verfestigt. Ziele, die realistisch erscheinen, wenn man die Rückmeldungen der Schüler/-innen zum Kongress hört: 

"Ich nehme von dem Projekt mit, dass wenn man nur lange genug dran bleibt, selber viel verändern kann. Außerdem finde ich es toll, dass der Fokus auf uns Schülern und Schülerinnen lag." 

"Der Kongress war insgesamt ein Erfolg. Es war … interessant, sich mit anderen Jugendlichen zu unterhalten, ihre Gedanken zu Themen zu hören und mit dem Wissen, das man hat, etwas zu tun." 

"Dieser Kongress hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, aber auch die Lust und die Motivation geweckt, gegen heutige Probleme etwas zu unternehmen. Ich denke, für alle war es eine gute Sache, sich darüber mit anderen Schülern von anderen Schulen zu unterhalten. Auch für mich war es eine tolle neue Erfahrung."

Der Autor Dirk Petrat arbeitet als Sozialpädagoge in der Integrierten Gesamtschule (IGS) Nordend.