“Ich habe mir nicht vorstellen können, was da auf mich zukommt. Heute würde ich vieles anders machen.“ So und ähnlich sind Äußerungen von Angehörigen, die über Jahre hinaus in ihrer Familie einen nahen Angehörigen versorgt und gepflegt haben.
Die Erfahrungen mit der Pflege sind meistens anders als sich das Angehörige, helfende Freunde und Nachbarn am Anfang vorstellen. Die wenigsten Menschen rechnen damit, dass aus einem kurzen Pflegeeinsatz eine Dauerpflege werden kann mit erheblichem Einfluss auf das eigene Leben. Und es sind viele Menschen, die in eine solche Situation geraten.
Pflegende Angehörige bilden zahlenmäßig in der häuslichen Versorgung den „größten Pflegedienst“ in Deutschland. Wie sich die Betroffenen jedoch bei ihrem Einsatz fühlen, darüber wird wenig bis gar nicht gesprochen.
Daher veranstaltet die „Interessenselbstvertretung pflegender Angehöriger„ kurz IspAn, einen Fachnachmittag mit dem Titel „Pflegende Angehörige im gesellschaftlichen Kontext“. Am Montag, den 23. September von 14:30 bis 17:30 Uhr können sich pflegende Angehörige und Fachleute in zwei Vorträgen über die Situationen pflegender Angehöriger informieren und zur speziellen Problematik diskutieren. Stadträtin Frau Prof. Dr. Daniela Birkenfeld wird die Besucher mit einem Grußwort willkommen heißen.
Die Veranstaltung findet im Konferenzraum der Caritas-Geschäftsstelle, Alte Mainzer Gasse 10, 60311 Frankfurt statt. Die Fachtagung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird bis Mittwoch, den 18. September gebeten.
Seit 2008 engagieren sich Angehörige in der Gruppe IspAn. Mit aktiver Unterstützung durch die Caritas setzen sie sich dafür ein, die Wahrnehmung für die Leistungen Pflegender zu schärfen und deren Situation zu verbessern. Als Experten in eigener Sache wollen sie mitreden und gehört werden. Der Dialog mit Fachleuten und Mitarbeitern im Gesundheitssystem ist Ihnen ein wichtiges Anliegen.
Weitere Informationen: Rita Wagener, Koordinatorin der Frankfurter IspAn-Gruppe, Caritasverband Frankfurt, Angehörigenberatung Demenz, Telefon 2982- 402