In rund 2.000 Workshops hat das Projekt "Young Finance" seit 2023 insgesamt 27.000 junge Menschen erreicht. Das Projekt für die Finanzbildung junger Menschen ist deutschlandweit in 65 Städten präsent. Kostenfreie Workshops an Schulen vermitteln Wissen zu Geld, Konsum und Schuldenprävention.
Die erste eigene Wohnung, Handyverträge, Streaming-Abos, Online-Shopping: in der Zeit zwischen Schule, Ausbildung und Beruf werden Jugendliche und junge Erwachsene mit den ersten Fragen rund um das Thema Finanzen konfrontiert. Gleichzeitig fehlt ihnen jedoch oft das Know-How im Umgang mit Geld. Um das zu ändern, klärt das Projekt "Young Finance" seit drei Jahren junge Menschen über Geldthemen auf, vermittelt Finanzwissen und verhindert so, dass diese in die Überschuldung geraten.
"In der Lebensphase, in der Ausbildung, Studium, Berufseinstieg und Familiengründung anstehen, werden Schulden leicht zu Blockaden, die die Umsetzung von Lebensplänen verhindern", sagt Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa über das Projekt. "Zukunftsmut entsteht, wenn junge Menschen Chancen wahrnehmen können. Finanzbildung ist dafür ein wichtiger Grundstein. Sie ermöglicht jungen Menschen, kompetent mit Geld umzugehen und reflektierte finanzielle Entscheidungen zu treffen."
Prävention statt Schuldenfalle
Bei "Young Finance" führen pädagogische Fachkräfte der Caritas-Schuldnerberatungen deutschlandweit Workshops an Schulen und in Einrichtungen der Jugendhilfe durch, zu Themen wie: "Konto, Karte und Kredit", "Mahnverfahren", "Auto und Führerschein" oder "Erste eigene Wohnung".
Möglich macht das eine Kooperation des Deutschen Caritasverbands mit der Direktbank ING Deutschland. An derzeit 65 Standorten in ganz Deutschland werden interaktive Workshops kostenlos und mit dem Ziel angeboten, Jugendliche und junge Erwachsene zu reflektierten Finanz- und Konsumentscheidungen zu befähigen.
Hintergrund: Die finanziellen Belastungen junger Menschen nehmen spürbar zu. Laut aktuellem "SchuldnerAtlas Deutschland 2025" von Creditreform ist die Zahl überschuldeter Menschen bundesweit auf 5,67 Millionen gestiegen, ein Plus von 111.000 Personen gegenüber dem Vorjahr. Bei den unter 30-Jährigen ist der Anstieg überdurchschnittlich stark: (+19.000 Fälle; +2,6 Prozent). [1]
Auch die Studie "Jugend in Deutschland 2025" zeigt besorgniserregende Entwicklungen bei jungen Menschen: 20 Prozent der 14- bis 29-Jährigen haben bereits Schulden, besonders häufig betrifft es junge Berufstätige (31 Prozent). Als Ursachen werden neben Auto- oder BAföG-Krediten Konsumschulden durch Online-Shopping und "Buy now, pay later"-Angebote genannt.[2]
Der SCHUFA-Jugend-Finanzmonitor zeigt, dass mehr als ein Viertel der 16- bis 25-Jährigen ihre Ausgaben bereits einschränken muss und nur noch 49 Prozent davon ausgehen, später einen mindestens so guten Lebensstandard wie ihre Eltern zu erreichen.[3]
Dank der Förderung der ING Deutschland geht das Projekt "Young Finance" auch 2027 weiter. Gleichzeitig sucht die Caritas weitere Unterstützende, um weitere Standorte aufzubauen und ruft zu Spenden auf. Spendenkonto:
Deutscher Caritasverband e.V.
SozialBank AG
IBAN: DE 03 3702 0500 0001 7777 00
BIC/SWIFT BFSWDE33KRL
Verwendungszweck: CY02030 Spende
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[1] SchuldnerAtlas Deutschland | Creditreform
[2] Neues aus der UP - Universität Potsdam, Verschuldung junger Menschen nimmt zu, Schulden-Rekordhoch: Klarna, BAföG, Autokredit - Jeder fünfte junge Mensch hat Schulden - WELT
[3] SCHUFA Jugend-Finanzmonitor: Junge Menschen schauen sorgenvoll in die Zukunft