Sozialraumorientierung und Dezentralisierung
Das Jubiläum wird mit einem Gottesdienst im Frankfurter Dom, einem Festakt in der Paulskirche und einem Bürgerfest auf dem Liebfrauenberg gefeiert.

Das erste Viertel des 21. Jahrhunderts ist von Neuausrichtungen geprägt. Bestehende Heime und Initiativen vernetzen sich stärker, größere Projekte werden mit Kooperationspartnern realisiert und Sozialraumorientierung und Dezentralisierung spielen eine zunehmende Rolle. Der Caritasverband positioniert sich mehrfach öffentlich in Fragen der Sozialpolitik.
2010 muss sich der Verband Missbrauchsvorwürfen stellen: Heimkinder aus dem Vincenzhaus in Hofheim berichten über Misshandlungen und sexuelle Übergriffe in den 50er und 60er Jahren.
Drei Frauen aus dem Konrad-von-Preysing-Haus (KPH) ziehen 2013 in die erste intensiv betreute Wohngemeinschaft in der Heimatsiedlung. Das neue Wohnmodell richtet sich an Erwachsene, die aufgrund eines hohen Hilfebedarfs bislang auf eine stationäre Wohnform angewiesen sind.
Am 23. August 2012 wird das neue Caritas-Zentrum öffentlich vorgestellt und eingeweiht.

In dem Neubau befinden sich die Geschäftsstelle und Beratungsdienste. Zum Ensemble gehören auch das Lebenshaus St. Leonhard an der Buchgasse und die Kindertagesstätte St. Leonhard an der Karmelitergasse.
Mehr als 250 000 Geflüchtete aus der Ukraine kommen ab 2022 am Hauptbahnhof an und werden von der Bahnhofsmission mit Essen, Kleidung, Zugtickets und vielem mehr versorgt.
Die Stadt Frankfurt und der Caritasverband Frankfurt haben gemeinsam ein Gemeinwesenprojekt entwickelt. In einem Neubau ist ab Juli 2023 Raum für fast 120 Menschen, die bislang in Hotels oder Gemeinschaftsunterkünften gewohnt haben oder obdachlos sind.
Im Juli 2025 wird der Grundstein für das Sozialpastorale Zentrum am Kirchort St. Aposteln gelegt. Das Bauprojekt in Kooperation mit der Kirchengemeinde Sankt Bonifatius vereint unter einem Dach Wohnformen mit und ohne Unterstützungsangebote, einen Stützpunkt für das Projekt Hilfenetz und Sozialpastoralaktivitäten.