Wohngruppen für Mädchen

Heime der Jugendhilfe

Haus Ursula

Haus Ursula

Erkennen von Schwierigkeiten und Problemen

In Haus Ursula leben Mädchen, die Abstand zu ihren Familien brauchen. Sie haben die Entscheidung getroffen, in die Wohngruppen zu ziehen. Mit der erzieherischen Arbeit soll den Mädchen ein positives Selbstwertgefühl vermittelt werden. Sie lernen ein verantwortungsvolles Sozialverhalten. Gemeinsam wird die weitere Lebensplanung der Mädchen entwickelt.

Gemeinsam einen Weg finden

Die Mädchen im Haus Ursula sind zwischen 13 und 18 Jahre alt. Sie leben für einen bestimmten Zeitraum auf vier Gruppen verteilt. Jedes Mädchen hat eine feste Bezugspädagogin oder einen Bezugspädagogen in ihrer Gruppe. Mit der Unterstützung der Bezugspädagogen wird die Zukunftsplanung entworfen. Zum einen kann das eine Rückkehr in die Familie sein. Zum andern kann es aber auch der Einzug in die eigene Wohnung sein.  Das Betreute Wohnen im Haus Ursula ist ein Übergang dazu. Manche Mädchen sind noch nicht reif für eine eigene Wohnung. Diese können für 6 Monate in eine Trainingswohnung von Haus Ursula ziehen. Die Mädchen werden in allen Bereichen des Lebens angeleitet und unterstützt.

Beteiligung der Eltern

Bei minderjährigen Mädchen ist die Beteiligung der Eltern an der erzieherischen Hilfe ein wichtiger Schritt. Hierzu werden regelmäßige Gesprächstermine mit den Eltern vereinbart.

Förderung in Schule und Beruf

Schulische und berufliche Ausbildung der Mädchen ist ein Bestandteil der erzieherischen Arbeit. Den Mädchen wird eine feste Lernzeit mit den Bezugspädagoginnen und Bezugspädagogen angeboten. Es gibt einen regelmäßigen Austausch mit den Schulen und Ausbildungsbetrieben.

Freie Zeit gestalten

Das Freizeitangebot im Haus Ursula hat einen jährlichen Höhepunkt. Im Sommer findet eine gemeinsame Ferienfahrt statt. Die Planung wird gemeinsam mit den Mädchen entwickelt. Zu den Angeboten gehören Fotografie, Videos drehen, Body-Painting, kulturelle Veranstaltungen und Tanzen.

Sonstige betreute Wohnform

Das Angebot der sonstigen betreuten Wohnform richtet sich an junge Frauen zwischen 18 und 21 Jahren, die im trägereigenen Wohnraum für die Dauer der Maßnahme leben und dort betreut werden.

Die sonstige betreute Wohnform kann eine Anschlusshilfe nach einer stationären Unterbringung sein, oder auch als Übergang vom Elternhaus in die Selbständigkeit dienen. Die gesetzliche Grundlage für diese Jugendhilfemaßnahme ist der § 41 SGB VIII (Hilfe für junge Volljährige) mit dem Ziel der Persönlichkeitsentwicklung, die zu einer eigenverantwortlichen Lebensgestaltung und Verselbständigung führt. Der Betreuungsumfang liegt bedarfsorientiert bei 1:2,5, 1:3,5 oder 1:5. Wir sind Kooperationspartner des Jugendamtes, das diese Hilfe einleitet, finanziert und durch Hilfeplangespräche begleitet.

Betreuung

Die Betreuung findet in der Regel in den Trägerwohnungen, die die jungen Frauen bewohnen, statt oder nach Absprache an vorher festgelegten Treffpunkten. Darüber hinaus sind wir regelmäßig mobil gut erreichbar und die Stammeinrichtung Haus Ursula durchgängig 24 Stunden.

Während unserer Termine setzen wir uns mit folgenden Themen auseinander:

  • Wohnung und Haushalt
  • Ernährung und Gesundheit
  • Umgang mit Finanzen und administrative Befähigung
  • Schule und Ausbildung
  • Tagesstruktur und Freizeitplanung
  • Familie und Beziehungsgestaltung
  • aufenthaltsrechtliche Angelegenheiten
  • adäquates Konfliktmanagement.

Natürlich sind wir auch offen für alle anderen Themen, die die jungen Frauen mit uns bearbeiten möchten. Orientiert an den individuellen Bedürfnissen und Erfordernissen suchen wir gemeinsam nach Lösungsansätzen und Möglichkeiten für einen konstruktiven persönlichen Weg.

Die Zusammenarbeit basiert auf:

  • Vertrauen
  • Offenheit
  • Zuverlässigkeit
  • Beständigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • unbedingte grundsätzliche Wertschätzung und wechselseitigem Respekt.

Diese Aspekte finden in unserer professionellen Beziehungsgestaltung ihren Ausdruck und sind gleichzeitig als modellhafte Angebote für die Weiterentwicklung eigener sozialer Kompetenzen und Lebensperspektiven zu verstehen.

In der Betreuungszeit sollen die erreichten Ziele eine hinreichende Stabilität erlangen und in die Gesamtpersönlichkeit integriert werden können. Davon hängt die Dauer der Betreuung ab.

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Flyer Haus Ursula 2012

Leitsätze Abteilung Heime der Jugend- und Behindertenhilfe