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Stand: 03.11.2016

Pressemitteilung

Geflüchtete

„Ort des Respekts“

20171206_CVF_OrteDesRespekts (3)Das Team des Wohnwagenstellplatzes, Ehrenamtliche und ehemalige Bewohner/-innen - gemeinsam freuen sie sich mit Staatsminister Wintermeyer und Caritasdirektorin Hagmans (Mitte) über die Auszeichnung des Wohnwagenstellplatzes.Caritasverband Frankfurt e. V.

Mit der Kampagne "Hessen lebt Respekt" fördert die Hessische Landesregierung Initiativen, die sich für einen respektvollen Umgang miteinander und für die Vermittlung entsprechender Werte in der Gesellschaft einsetzen. Geehrt wurde der Caritasverband Frankfurt e. V. für das Projekt "Wohnwagenstellplatz für Flüchtlinge" und dem damit verbundenen Sommerfest, das ganz unter dem Motto "Respekt" gestanden hatte. "Der Caritasverband Frankfurt hat mit seinem Wohnwagenplatz Geflüchteten mehr Privatsphäre ermöglicht als dies in Notunterkünften wie Turnhallen oder Containern der Fall gewesen wäre. Mit zahlreichen Aktionen, Sprachkursen und Projekten kamen Einheimische und Neuangekommene schnell zusammen. Beim Sommerfest wurde das Thema Respekt ganz bewusst in den Mittelpunkt gestellt, damit Flüchtlinge und Anwohner gemeinsam erfahren, was Respekt für jeden Einzelnen bedeutet. Das hat den Wohnwagenplatz am Rebstock zu einem Projekt unkomplizierter und gelebter Integration und zu einem Ort des Respekts gemacht", lobte Staatsminister Wintermeyer den Wohlfahrtsverband für seine Arbeit.

20171206_CVF_OrteDesRespekts (2)Auszeichnung als "Ort des Respekts": Caritasdirektorin Gaby Hagmans nimmt die Urkunde von Staatsminister Axel Wintermeyer entgegen.Caritasverband Frankfurt e. V.

Seit Anfang 2016 wurde der öffentliche Wohnwagenstellplatz am Rebstock vom Frankfurter Caritasverband als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien verwendet. Die durchschnittlich 80 Erwachsenen und 30 Kinder im Camp wurden von der Nachbarschaftsinitiative "Willkommen im Rebstock" und dem Wohlfahrtverband betreut. Aktionen wie der Einsatz des Spielmobils in den Schulferien sorgten dafür, dass sich Flüchtlinge und Anwohner schnell näherkamen. Beim Sommerfest wurden Workshops mit Partnerübungen, Kommunikations- und Rollenspiele zum Thema "Respekt" veranstaltet. Teilgenommen hatten sowohl die Bewohner des Camps als auch die zur Abschlussveranstaltung geladenen Anwohner  des Viertels. Fast alle der Einwohner sind mittlerweile in festen Wohnungen untergebracht, das Projekt "Wohnwagenstellplatz" läuft zum Jahresende 2017 aus.

Hintergrund

Die Hessische Landesregierung hat das "Jahr des Respekts" ausgerufen, um ein deutliches Zeichen gegen Hass, Beleidigungen und Respektlosigkeit in unserer Gesellschaft zu setzen. In einer landesweiten Kampagne wirbt sie durch verschiedene Aktionen und Projekte für Werte wie Toleranz, Fairness, Anerkennung und Hilfsbereitschaft.

Das Land Hessen fördert Projekte und Maßnahmen, die als "Orte des Respekts" die
Leitlinien der Kampagne "Hessen lebt Respekt" umsetzen. Gefördert werden:

  • Bildungsmaßnahmen, die der Vermittlung von Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens und respektvollen Verhaltens sowie der Vertiefung der demokratischen Grundwerte dienen, 
  • Beteiligungsprojekte, die in gemeinsamen Aktivitäten von Vereins-, Jugend-, Senioren- oder Migrantengruppen gegenseitigen Respekt und Rücksichtnahme fördern und einüben,
  • Begegnungsangebote, die dem Zusammentreffen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen dienen (verschiedene Generationen, Menschen unterschiedlicher Herkunft und weltanschaulicher oder religiöser Überzeugung) und dabei die Stärkung der Respekt- und Anerkennungskultur zum Ziel haben.