Konrad-von-Preysing-Haus
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Ein besonderer Berlinbesuch
Auf den Spuren von Bischof Konrad von Preysing
erwartete die Bewohner und
Bewohnerinnen des
Konrad-von-Preysing-Hauses in Berlin
"Ich freue mich schon so auf Berlin!" Diesen Satz hörte man zu Beginn des Jahres immer wieder im Konrad-von-Preysing-Haus der Caritas Frankfurt, einem Wohnverbund für Menschen mit geistiger Behinderung. Im März war es dann soweit: 34 Menschen mit Behinderung fuhren auf Einladung der "grünen" Bundestagsabgeordneten Anna Lührmann nach Berlin, begleitet von sechs Betreuungskräften.
Bundestagsabgeordneten
Anna Lührmann in Berlin hat sich
die Gruppe gut vorbereitet
Anna Lührmann hat in den vergangenen Jahren immer wieder Gruppen von Menschen mit geistiger Behinderung nach Berlin eingeladen. Sie will damit der allgemeinen Forderung nach Gleichbehandlung von Menschen mit und ohne Behinderung mit konkreten Aktionen nachkommen. Frau Lührmann ist bisher die einzige Abgeordnete, die sich mit ihren Einladungen speziell diesem Personenkreis zugewandt hat.
Bevor es auf die Reise ging, wurde im Rahmen eines Vorbereitungstreffens der Ablauf der Fahrt genau geplant und durchgesprochen, und die Gruppe trug Fragen für ihren Besuch im Bundesministerium für Arbeit zusammen. In Berlin erwartete die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dann ein volles Programm - gleich nach der Ankunft am Nachmittag ging es in eine Ausstellung zur Deutschen Geschichte im Deutschen Historischen Museum.
Am nächsten Tag stand der Besuch im Deutschen Bundestag auf dem Programm,
anschließend gab es eine Stadtrundfahrt unter politischen Gesichtspunkten. Ein
besonderer Höhepunkt dieser Fahrt war der Besuch der St. Hedwig-Kathedrale, in
der Kardinal Konrad von Preysing beerdigt ist, nach dem der Wohnverbund seinen
Namen hat. Der Kardinal trat im Dritten Reich als scharfer Gegner des Nazi-Regimes
hervor, der Missstände immer wieder in aller Öffentlichkeit angeprangerte.
Nachmittags war die Gruppe zu einem Informationsgespräch bei einer Mitarbeiterin
der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung im Bundesarbeitsministerium
eingeladen.
Beim anschließenden Besuch in der „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ stieß die
Gruppe wieder auf Konrad von Preysing, dessen Name dort als einer der ersten
unter dem prominenten Widersachern des Hitler-Regimes gewürdigt wurde.
Auch der dritte Tag war prall gefüllt mit Programm-Punkten. Eindrucksvoll war der
Besuch in der Theaterwerkstatt Thikwa, einem Theaterprojekt von und mit Menschen
mit Behinderung. Danach gab es dann das Gespräch mit Gastgeberin Anna
Lührmann. Am Abend beschloss die Gruppe den Tag mit dem Besuch einer
Aufführung der Theatergruppe Thikwa.
Vor der Rückkehr nach Frankfurt gab es noch ein letztes Informationsgespräch im
Bundespresseamt. Auf der Heimfahrt im Zug konnten viele Teilnehmer endlich den
Schlaf nachholen, auf den sie in Berlin verzichten mussten.
