Konrad-von-Preysing-Haus
Michael Wolf (Leitung)
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Eleonore Marr (Sekretariat)
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Krückstock-Festival zum 30. Geburtstag
Mit einem Musikfestival feierte das Konrad-von-Preysing-Haus sein 30-jähriges Bestehen
1980 wurde das Konrad-von-Preysing-Haus als Wohnheim für geistig behinderte Erwachsene in der Trägerschaft des Caritasverbandes
Frankfurt eröffnet.
2010 feiert der Wohnverbund sein 3o jähriges Jubiläum.
Am 19. Juni 2010 waren alle 100 Bewohner und Klienten aus Stationärem und Betreutem Wohnen, Angehörige und gesetzliche Betreuer,
die Nachbarschaft und Freunde des Wohnverbundes zu einem großen Künstlerfest in das Konrad-von-Preysing-Haus eingeladen. Auf
dem Gelände der benachbarten katholischen Pfarrgemeinde St. Aposteln präsentierten sich verschiedene Künstler auf einer großen
Bühne dem Publikum.
Zu Beginn des Festivals heizte die Trommlergruppe aus dem Alfred-Delp-Haus aus Oberursel dem Publikum ein. Die Begeisterung
der Mitglieder, die von dem senegalesischen Trommler Baye Cheikh geleitet und unterstützt werden, sprang auf die Zuhörer über.
Mit lang anhaltendem Applaus wurde die Gruppe verabschiedet.
Klaus Knie, Klient aus dem Betreuten Wohnen des Konrad-von-Preysing-Hauses wusste anschließend zu überzeugen mit seinem virtuosem
Klavierspiel, neben dem wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach, spielte er ein Wallfahrtslied aus Marienthal,
dem Rheingauer Wallfahrtsort, wo er immer wieder Ruhe und Besinnung sucht. Klaus Knie: „Musik ist mein Leben“. Dieses Lebensmotto
treibt den Klienten an auch im Alter von 67 Jahren Schlagzeugunterricht zu nehmen. Als Schlagzeuger wusste er dann auch am
Ende des Festivals mit der Band des Konrad-.von-Preysing-Hauses, Conny P. zu gefallen.
Nach einer 45minütigen Pause, trat Roland Schwarzmaier, ebenfalls Klient aus dem Wohnverbund ans Mikrophon, um das Publikum
mit Klängen von Manu Chao zu gefallen. Die Begeisterung und der Applaus der Zuhörer spornten ihn an immer weiter zu singen
und es fiel ihm schwer, sich von Mikrophon und Bühne zu trennen.
The-Hoffmann-Projekt, eine integrative Band, war aus Bensheim zu unserem Jubiläumsfest gekommen. „Wir spielen eigene Melodien
und singen von unseren Alltagserlebnissen, von Wichtigem, Ersehntem, Erhofftem, wir träumen in unseren Texten.“ Mit ihrer
musikalischen Vielfalt von Blues bis Punk wusste diese Band zu überzeugen. Aaron, der Leadsänger wuchs über sich hinaus, sprang
von der Bühne und riss das Publikum mit seiner eigenen Begeisterung mit. Erst nach zwei Zugaben durfte die Band dann die Bühne
verlassen.
Wir durften den Caritasdirektor Herrn Hartmut Fritz begrüßen, der sich für dreißig Jahre gute Arbeit im Konrad-von-Preysing-Haus
bedankte und der die stets gute Atmosphäre im Wohnverbund lobte. Außerdem wies er auf den besonderen Wert der Arbeit mit Menschen
mit Behinderung für unsere Gesellschaft hin. Mit seinen guten Wünschen ging das Musikfestival weiter.
Ahmad Jalro, gefördert durch den Musikpädagogen Hansjörg Meyer, traute sich vor dem Publikum iranische Lieder zu singen. Er
begleitete sich selbst dabei auf der Trommel. Mit seinem unnachahmlichen Charme zog der das Publikum in seinen Bann. Ahmad
Jalro und Klaus Knie sind auch beide Mitglieder unserer hauseigenen Band Conny P., die mit Schlagern und bekannten Rockliedern
das Festival beendete. Wie so häufig gelang es der Band das Publikum zum Mitsingen und Mitklatschen zu bewegen, so dass das
Musikfest zum 30jährigen Jubiläum in einer sehr guten Atmosphäre mit viel Begeisterung und lang anhaltendem Applaus zu Ende
ging.
Den Organisatoren war es wichtig, mit diesem Festival zu zeigen, dass Menschen mit Behinderung mehr sind als „Hilfeempfänger“.
Jeder einzelne hat besondere Fähigkeiten und Kompetenzen, die es wahrzunehmen und zu unterstützen gilt. In einer Verkaufsausstellung
mit Bildern von KünstlerInnen mit Behinderung der Reihe „Kunst in Serie“ der Praunheimer Werkstätten konnte dies noch einmal
deutlich gemacht werden.
So langsam lichtete sich dann das Feld der ca. 250 Festgäste. Einige tranken im Garten des Konrad-von-Preysing-Hauses noch
einen Dämmerschoppen und ließen sich ein letztes Steak schmecken.
