Heimschule Vincenzhaus
Bettina Kahle (Stellvertretende Schulleiterin)
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Unterwegs nach Tutmirgut
Die Kinder der Vincenzschule lernen: Bewegung, Entspannung und ausgewogene Ernährung sorgen für Wohlbefinden
Aus dem Altagsstress auf eine paradiesische Südseeinsel flüchten – davon hat wohl jeder schon einmal geträumt. Und das taten
auch die Schüler und Schülerinnen der Vincenzschule, die dem heilpädagogischen Kinderheim „Vincenzhaus“ in Hofheim angeschlossen
ist. Im Rahmen eines zweitägigen Projekts begaben sie sich auf eine Traumreise nach „Tutmirgut“ und übten sich in Entspannung.
Dass Ferien die beste Zeit für Entspannung sind, musste den Kindern niemand erklären, das hatten sie alle schon erlebt. Ohne
den Druck der Schule fühlen sich alle besser, aber schnell kann die begehrte Freiheit auch in Langeweile umschlagen. Schnell
war auch den Kindern klar: Wohlbefinden ist das Ergebnis eines ausgewogenen Lebensweise aus Bewegung und Ruhe, Lernen und
Spiel, Anstrengung und Entspannung.
Dass zu einer gesunden Lebensweise gerade für Kinder viel Bewegung gehört, muss man ihnen nicht erklären. Wenn geeignete Anreize
vorhanden sind, werden sie genutzt. Und so gab es für die Kinder der Vincenzschule neue Spielgeräte für die Schulpausen: Stelzen,
mobile Tore, zwei Balance-Bikes, zwei Einräder gibt es jetzt, und im Hof wurde ein neues Spielgerät zum Balancieren installiert.
Gesunde Ernährung stand natürlich auch auf dem Plan. Die Kinder wissen sehr genau, dass Cola und Burger zwar gut schmecken
und Genuss bringen, aber nicht gesund sind. Jede Klasse nahm sich einen besonderen Ernährungsschwerpunkt während der Projekttage
vor:
Klasse 1 lernte verschiedene Gemüsesorten kennen bei einer lustigen Blinverkostung. Klasse 2 befasste sich mit Zahngesundheit,
Klasse 3 war dem versteckten Zucker auf der Spur und die Klassen 4 und 7 konzentrierten sich auf Obst und die Herstellung
von gesunden Fruchtsaft-Cocktails. Klasse 5 überlegte, wie gesunde Ernährung für Fußballer aussieht und die Klasse 6 analysierte
Kaloriengehalt und Kalorienverbrauch. Die Fördergruppe baute eine Ernährungspyramide auf und absolvierte einen Fitnesstest.
Zum Abschlusse der Projekttage gab es ein gemeinsames Essen mit einem großen Buffet für alle 62 Schüler, bei dem auch das
Thema Hygiene besprochen wurde – auch die Schülerinnen und Schüler hatten die Diskussionen um den EHEC-Virus mitbekommen und
lernten, wie wichtig gründliches Händewaschen vor dem Essen ist.
Das Projekt „Unterwegs nach Tutmirgut“ kam bei allen Kindern gut an. Sie erlebten, dass Lernen auch viel Spaßmachen kann.
Einige Kinder waren so begeistert, dass sie das Projekt verlängern wollten. Bestimmt gibt es im nächsten jahr wieder eine
reise auf die Insel „Tutmirgut“.
