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Mädchenwohngruppe Riederwald

Petra Gass (Leitung)

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Gudrun Harrer (Sekretariat)

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Über die Grenzen hinaus  

Über die Grenzen hinaus...

Wohngruppe Riederwald unterstützt den internationalen Fachkräfteaustausch

Eine Kollage vom Workshop beim Festival "Welt ohne Grenzen" liegt auf dem Boden

Vom 27. August bis 1. September 2007 fand in Osijek, Kroatien das Festival "Welt ohne Grenzen" für Kinder und Jugendliche statt. Dort hatten zirka 700 junge TeilnehmerInnen die Gelegenheit in 18 verschiedenen Workshops neue Erfahrungen und Kenntnisse zu sammeln. Veranstaltet wird der Event seit vier Jahren von "Breza". Das ist eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, benachteiligten und beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen eine Chance zu geben. Kopf der Organisation "Breza" ist Suzana Vargovic. Ihr Einsatz für die "Schwachen" begann mit dem Aufbau eines Jugendheimes aus eigenen Mitteln. Sie versuchte damit Jugendlichen, die in Kroatien normalerweise nach dem 18. Lebensjahr aus dem Heim entlassen werden, eine Lebensperspektive zu bieten. "Breza" ist inzwischen gewachsen und bietet verschiedene Hilfsangebote im Bereich Jugendhilfe und Beratung an. Eine traditionelle Veranstaltung ist seit vier Jahren das in den dortigen Sommerferien stattfindende Festival. Dorthin kommen Künstler aus aller Welt, um mit Kindern zu tanzen, Musik zu machen sowie Theater zu spielen und ihre Kreativität zu wecken.

Ein Tisch mit Ausstellungsstücken

Mit dabei war dieses Jahr Doris Wende aus der Mädchenwohngruppe Riederwald. "Suzana Vargovic hat vor einigen Jahren während eines internationalen Studienaustauschs - organisiert von der Stadt Frankfurt - in unserer Wohngruppe ein sechswöchiges Praktikum absolviert", sagt Doris Wende. "Dabei haben wir uns kennen und schätzen gelernt." Der fachliche und private Kontakt der beiden Frauen blieb über die Jahre hinweg bestehen. In diesem Jahr kam es zu einem direkten Fachkräfteaustausch. Doris Wende leitete auf Bitten von Suzana Vargovic den Workshop in "textil art". Denn sie wusste, dass die deutsche Kollegin "eine kreative Ader hat und auch in der Lage ist, schwierige Jugendliche zu motivieren". In zweimal am Tage stattfindenden Workshops betreute Doris Wende täglich ungefähr 40 Jugendliche und ließ sie ihre eigenen kleinen Kunstwerke auf Stoff fertigen. Im Anschluss wurden diese für die Öffentlichkeit ausgestellt konnten dann bald auch von ihren stolzen Besitzern getragen werden.

Ein Gruppenbild der Mädchenwohngruppe Riderwald beim Festival

Doris Wende fasst zusammen: "Über den Tellerrand zu schauen war eine wichtige Erfahrung für alle Beteiligten. Die Erfahrung, dass pädagogische Fähigkeiten über Sprache und sozialen Status hinaus zum Tragen kommen, wurde durch die Begeisterung, den Eifer und die Freude der Teilnehmer zum inspirierenden und motivierenden Erlebnis. Wer sich ein Bild machen möchte findet über die Webseite  von breza weitere Informationen und fotografisch festgehaltene Eindrücke, die vermutlich mehr sagen als alle Worte."