Konrad-von-Preysing-Haus
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Im Klosteralltag Ruhe tanken
Geistliche Tage für KlientInnen aus dem Konrad-von-Preysing-Haus
Oktober 2007. Im Kloster Marienthal bei Geisenheim im Rheingau, weit weg vom alltäglichen Trubel, kann man die "Seele baumeln
lassen". Dies wissen auch die KlientInnen aus dem Konrad-von-Preysing-Haus. Schließlich gehört ein Aufenthalt in dem Franziskanerkloster
seit fünf Jahren zum festen Bestandteil des Jahresprogramms. Zwei Gruppen aus dem Wohnverband, fünf KlientInnen aus dem Bereich
Stationäres Wohnen mit zwei Betreuerinnen und sechs KlientInnen aus dem Bereich Betreutes Wohnen mit einer Betreuerin, genossen
den Aufenthalt.
Wie kommt man denn im Kloster zur Ruhe? Zum einen durch die Unterkunft. Die Gruppen wohnten im Kloster in einem separaten
kleinen Gästehaus und hatten außer den Schlafräumen einen großen Raum für sich, in dem sie zusammensitzen und auch gemeinsam
essen konnten. Das Essen bekamen sie mittags vom Kloster, morgens und abends haben sie sich selbst verpflegt.
Zum anderen kann man sich im Kloster in aller Ruhe mit Themen auseinandersetzen, für die im Alltag oft kein Platz ist. In diesem Jahr gab es die religiösen Themen: Brot, Teilen und die Heilige Elisabeth von Thüringen. Auf ausdrücklichen Wunsch ging es darüber hinaus auch um Tod und Trauer. Die TeilnehmerInnen setzen sich mit Hilfe von Bildern und Geschichten, mit kreativen Arbeiten sowie gemeinsam gesungenen und mit Rhythmus-Instrumenten begleiteten Liedern mit den Inhalten auseinander. Beispielsweise bastelten sie passend zum Rosenwunder der Heiligen Elisabeth Rosen. Oder sie backten selbst Brot und teilten dies in einer Meditation miteinander. Auch wurde viel gemalt, morgens zum Thema, abends oft auch Mandalas, begleitet von meditativer Musik.
Wie kann man im Kloster auftanken?
Wer wollte, konnte an den Gottesdiensten in der Wallfahrtskirche teilnehmen. Jeden Tag wird dort um 10.30 die Hl. Messe für
Pilger gefeiert. Besondere Highlights bildeten die Teilnahme am franziskanischen Sing- und Gebetskreis am Montagabend, an
der Konventsmesse am Donnerstagabend sowie ein Abschlussgottesdienst speziell für unsere Gruppe am Freitagmorgen in der Hauskapelle
mit anschließendem gemeinsamem Mittagessen mit den Franziskanerbrüdern im Refektorium.
Nachmittags unternahmen die TeilnehmerInnen Ausflüge in die nähere Umgebung, tranken Kaffee und aßen Kuchen. Außerdem gab es eine Schiffsfahrt, Spaziergänge oder eine Fahrt mit der Gondelbahn zum Niederwalddenkmal.Die schöne Umgebung des Klosters beeindruckt die TeilnehmerInnen in jedem Jahr immer wieder - und besonders auch die Atmosphäre des Klosters sowie die herzliche Aufnahme durch die Ordensbrüder. Ein Bruder, Pater Christian, stand wieder als Ansprechpartner zur Verfügung und nahm teilweise auch an den Morgenrunden und Mahlzeiten der Gruppe teil.
Im Laufe der Jahre hat sich eine enge Beziehung zwischen den KlientInnen des Betreuten Wohnens und dem Kloster Marienthal entwickelt. Einige KlientInnen gehören inzwischen dem Freundeskreis des Klosters Marienthal an und fahren häufig in ihrer Freizeit, unabhängig vom Angebot der geistlichen Tage, nach Marienthal.
