Kontakt

Konrad-von-Preysing-Haus

Michael Wolf (Leitung)

Ziegelhüttenweg 151 
60598 Frankfurt am Main
Telefon: 069 69 76 38 13
Telefax: 069 63 53 79
michael.wolf@caritas-frankfurt.de

Eleonore Marr (Sekretariat)

Telefon: 069 69 76 38 11 
Telefax: 069 63 53 79
eleonore.marr@caritas-frankfurt.de

 
Menschen mit geistiger Behinderung beim Papst
 

Menschen mit geistiger Behinderung beim Papst

Religiöse Angebote im Konrad-von-Preysing-Haus

Mai 2008. Spirituelle Erfahrungen können alle Menschen machen. Wer glaubt, erfährt Gottes Nähe, oft ganz besonders in Krankheit und seelischer Not. Das gilt auch für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Die Mitarbeiter des Konrad-von-Preysing-Hauses ( KPH) wissen aus eigener Erfahrung um die große Bedeutung des Glaubens als Stütze und Hilfe in schwierigen Lebenssituationen. Als eine Einrichtung des katholischen Caritasverbands ermöglicht die Einrichtung schon immer allen Bewohnern und Bewohnerinnen, die dies wünschen, spirituelle Erfahrungen, damit sie im Glauben wachsen können. Das Haus arbeitet dabei eng zusammen mit Geistlichen verschiedener Konfessionen. 

Ein Pfarrer umarmt einen  Bewohner des Konrad-von-Preysing-Hauses. Beide lächeln in die Kamera.
Der Abschied von Pfarrer Reichel-Odie
von seiner kleinen KPH-Gemeinde
war bewegend und vom Dank
für sein jahreslanges Engagement erfüllt 

Einer von ihnen ist Pfarrer Jürgen Reichel-Odie von der evangelischen Ostergemeinde in Frankfurt Sachsenhausen. Am 18. März feierte er zum letzten Mal Gottesdienst mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Konrad-von-Preysing-Hauses (KPH), denn am 12. April ging er in den Ruhestand. Seit seiner Eröffnung im Jahre 1980 pflegt das KPH die Zusammenarbeit mit einem katholischen und seit 1995 auch mit einem evangelischen Pfarrer. Motivation für diese Angebote ist der religiöse Erfahrungshintergrund, mit dem viele Menschen ins KPH kommen. Sie wünschen sich Gottesdienste und andere spirituelle Angebote, die ihnen oft von Kindheit an vertraut sind und die sie nicht missen wollen. Als Einrichtung eines katholischen Verbandes war er für das Konrad-von-Preysing-Haus von Anfang an selbstverständliche Verpflichtung, auch die religiösen Bedürfnisse behinderter Menschen zu achten und Angebote dazu zu entwickeln.

Pfarrer und Bewohner des Konrad-von-Preysing-Hauses stehen beim Gottesdienst am Altar
Im KPH werden Gottesdienste gestaltet,
die Menschen mit einer geistigen Behinderung
ansprechen und ihnen spirituelle Erfahrungen
ermöglichen 

Mehrmals im Jahr haben die Menschen im KPH die Möglichkeit, an einem evangelischen oder katholischen Gottesdienst im Saal des Wohnheims teilzunehmen. Auch Besucher anderer Einrichtungen, Nachbarn und Angehörige sind dabei gern gesehene Gäste. Die gemeinsame spirituelle Erfahrung gibt Halt und schafft Vertrauen. Darüber hinaus besuchen viele Bewohnerinnen und Bewohner auch die Gottesdienste in den benachbarten Kirchengemeinden. Neben den Gottesdiensten gibt es seit Jahren weitere religiöse Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner des KPH. Zweimal im Jahr werden "Geistliche Tage" im Kloster Marienthal am Rhein angeboten. Diese Zeit in einer kleinen Gruppe wird von vielen als sehr bereichernd erlebt. In Zusammenarbeit mit der katholischen Behindertenseelsorge des Bistums Limburg wird außerdem alle zwei Jahre ein großer Workshop gestaltet, bei dem es um ein religiöses Thema geht.

In den letzten zehn Jahren wurden zusätzlich religiöse Bildungsreisen organisiert, darunter einer Reise nach Rom mit Audienz bei Papst Johannes Paul II.

Auch die religiösen Bedürfnisse nicht-christlicher Menschen mit Behinderung wurden in den letzten Jahren stärker in den Blick genommen. Es ist im KPH selbstverständlich, dass es ein Essensangebot ohne Schweinefleisch gibt. Es werden aber auch religiöse Bräuche und Rituale wie zum Beispiel der Besuch der Moschee ermöglicht.

Die Teilnahme an all diesen Angeboten ist freiwillig und geschieht auf Wunsch. Von niemandem wird der Gottesdienstbesuch erwartet. Religiöse Veranstaltungen wie alle anderen offenen Angebote orientieren sind ausschließlich an den Bedürfnissen und Wünschen der Bewohnerinnen und Bewohner.