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Mädchenwohngruppe Riederwald

Petra Gass (Leitung)

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Telefon: 069 41 68 33
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Gudrun Harrer (Sekretariat)

Telefon: 069 41 68 33
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Neues von der Mädchenwohngruppe Riederwald  

Liebe Leser, wir beginnen heute eine kleine Reihe mit der Überschrift:

„Einblicke in den pädagogischen Alltag im Heim“,

die Ihnen die erfahrene Pädagogin Doris Wende ermöglicht.

Der erste Beitrag handelt von "Glücksmomenten mit Emily" (Pdf-Datei, 385 kB)

Viel Spaß beim Lesen!

 

Manchmal muss man ein bisschen nachhelfen….

Mit der „Studenteninitiative für Kinder e. V.“ gegen „Blaue Briefe“

Wanda (Name geändert) entspricht nicht dem Klischee einer Jugendlichen aus dem Heim: Sie zeigt perfekte Umgangsformen, ist ehrgeizig und hilfsbereit. Sie äußert ihre Dankbarkeit für die Hilfe, die sie in der Mädchenwohngruppe (WG) Riederwald bekommt. Eines hat sie jedoch mit vielen anderen Mädchen im Heim gemeinsam: Mit der Schule steht sie auf Kriegsfuß und braucht dringend Nachhilfe. Zum Glück gibt es den Verein „Studenteninitiative für Kinder“.

rothaariges Mädchen mit großem blauen Brief halb vor dem Gesicht

Wandas Halbjahreszeugnis war ein individueller Lern-und Förderplan der Klassenlehrerin beigefügt - eine sehr dezente Form zu signalisieren: Die Versetzung ist gefährdet! „Blauer Brief“ zu erwarten! Ihre zuständige Pädagogin im Heim zieht die Reißleine und schreibt sofort eine SOS-Mail an den Verein „Studenteninitiative für Kinder“, mit dem die WG eng zusammenarbeitet. Gegründet 2004 von zwei Studierenden in Mannheim gibt es ihn inzwischen an mehr als 25 Standorten in Deutschland. Sein Ziel ist die Unterstützung aller Heimkinder in Deutschland mit kostenloser Nachhilfe. Nachhilfe, die bezahlt werden muss und vom Jugendamt bei Versetzungsgefährdung auch finanziert wird, kommt in der Regel viel zu spät: Noten und Motivation sind dann bereits so tief im Keller, dass die Versetzung trotz aller Anstrengungen nicht mehr zu schaffen ist.

Die Philosophie des Vereins definiert das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder als gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein – das passt genau zum Leitbild der Caritas Frankfurt. Wanda sind solche Spitzfindigkeiten egal. Für sie zählt, dass Vadim (Name geändert) jede Woche geduldig mit ihr lernt. Nach der ersten Stunde machte sie ordentlich ihre Hausaufgaben und hatte sie den Mut, sich in der Klasse zu melden. Nach der zweiten Stunde kam ein dickes Lob vom Mathelehrer, der die positive Veränderung bereits festgestellt hatte. Ein wichtiger Teil des Erfolgs ist auch die Glaubwürdigkeit von Vadims Engagement: Er kam eigens auf dem Rückweg von einer Berlinreise direkt vom Bahnhof mit allen Koffern in die WG, „damit Wanda ihre Portion Nachhilfe bekommt.“

Wanda weiß das zu schätzen. Originalton: „Der motiviert mich einfach…es ist nicht so, dass ich denke, o je, schon wieder Sch…Nachhilfe! Nein, ich freu mich drauf, weil ich’s dann meinem Lehrer zeigen kann!“
Aber auch Anna, Christine und Joy (Namen geändert), die schon eher dem Klischee vom „typischen Heimkind“ entsprechen, sind dankbar für Paul, Lisa und Kurt (Namen geändert), ihre „Personal School-Coaches“. Und wenn gar nix mehr geht: Man kann in der Nachhilfestunde auch mal „einfach bloß reden“ – manchmal ist es genau das, was den berühmten Groschen dann endlich fallen lässt…

Wer mehr über den Verein wissen will, findet Informationen im Internet unter www.studenteninitiative-fuer-kinder.de


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